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Die ULTIMO/q2b Story

Die ULTIMO/q2b Story

Ebenso erstaunlich spezialisiert wie die Giraffe sind die Partner des Franchisesystems ULTIMO/q2b in ihren jeweiligen Bereichen – und so ist das Tier zu einer Art Maskottchen des Beraternetzwerks geworden.

Franchising, aber anders
Während anfangs allein die Giraffe als auffälliger, drei Meter hoher Blickfang den Messestand sowie sämtliche Flyer von ULTIMO/q2b zierte, gesellten sich bald schon weitere Tiere dazu: Für jede Dienstleistung wurde nach und nach das passende Tier etabliert, das heute Flyer und Website schmückt und so den eher konservativen Bereich Büroorganisation und Buchhaltung auflockert. Diese innovative Art des Auftritts war und ist bis heute ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche und ein weiterer Ausdruck der Unternehmensdevise „Alles anders machen.“

Die Erfolgsgeschichte von ULTIMO/q2b beginnt mit einer Existenzgründung im Jahre 1996. Der Dipl.-Betriebswirt Jens Wörmann hatte erkannt, dass es kleinen und mittelständischen Unternehmen oft an kaufmännischer Erfahrung und Werbewissen mangelt, um voll erfolgreich zu sein. Um diesen Firmen zu helfen, gründet er mit zwei Mitarbeitern einen Betrieb, der Dienstleistungen rund ums Büro anbietet. Um den Sprung ins kalte Wasser etwas zu mildern, entscheiden die drei, als Partner eines jungen Franchisesystems tätig zu werden, das Sicherheit und Know-how verspricht. Schon nach kurzer Zeit stellen die Existenzgründer allerdings fest, dass sie in ihrem Fall nicht so von der Franchisepartnerschaft profitieren wie erhofft: Zu hoch sind die Kosten wie Einstiegsgebühr, Softwarekosten und monatliche Beiträge, die ihrer Meinung nach in keinem Verhältnis zu den gebotenen Leistungen stehen. Das Team beschließt, sich von seinem Franchisegeber zu trennen und ganz auf die eigenen Füße zu stellen. Bereits im folgenden Jahr 1997 positioniert sich ULTIMO in Bielefeld als eigenständiger Betrieb neu auf dem Markt. Der Weg ist nicht einfach, da die Vermarktung buchhalterischer Leistungen in Deutschland stark reglementiert ist, aber das Gründungsteam überwindet alle Hindernisse, die sich ihm beim Aufbau des Betriebs entgegenstellen. Das Dienstleistungsangebot umfasst die gesamte Bandbreite der kaufmännischen Betreuung von kleinen und mittelständischen Unternehmen – ob Sekretariat, Kontierung, Lohnabrechnung, Personalverwaltung Controlling,Organisation oder EDV.

Die auffällige (und selbstverständlich rechtlich trotzdem einwandfreie) Vermarktung zieht nicht nur Kunden an, sondern auch das Interesse anderer Buchhalter. Einige sind derart begeistert von der Idee, dass sie gleich mitmachen wollten und so starten gleich im ersten Jahr sechs Pilotbetriebe. Von Anfang an steht fest, dass ULTIMO kein „normales“ Franchisesystem werden soll – aus seinen persönlichen Erfahrungen während des Intermezzos als Franchisenehmer heraus ist Jens Wörmann zu der Überzeugung gekommen, dass das Konzept seines Unternehmens die Stärken eines Franchisesystems – den Zusammenhalt der einzelnen Partner sowie die gemeinsame Vermarktung – beinhalten sollte, aber unbedingt die Schwächen, die sich bei einigen Systemen finden, wie hohe Startgebühren oder Umsatzprovisionen sowie starre Vorgaben seitens der Zentrale, vermeiden muss. So entwickelt sich der Grundsatz der Unternehmensphilosophie: Die größtmögliche Freiheit der Partner soll gewährleistet werden – ein eher untypischer Ansatz für ein Franchisesystem. Dazu gehört, dass die Partner das Angebot des Franchisegebers nicht ganz in Anspruch nehmen müssen, sondern auch nur Teilbereiche nutzen können – und nur die vereinbarte Leistung berechnet wird. Nicht als starre Vorgaben seitens der Zentrale, sondern als Vorschläge sind alle franchisetypischen Elemente vorhanden. Hürden wie Startgebühr oder Umsatzprovisionen bestehen nicht. Anders als klassische Franchisegeber fordert ULTIMO von seinen Partnern auch weder Umsatzzahlen, Bilanzen noch Berichte – ein entscheidender Baustein in der Politik des Netzwerks ist die fehlende Partnerkontrolle. Dieses Konzept, das zu dem damaligen Zeitpunkt ein völliges Novum auf dem Markt darstellt, wird von ULTIMO selbst als die „Franchise light“-Variante bezeichnet.

Kooperationen der Netzwerkpartner untereinander oder mit der Zentrale sollten gefördert, aber nicht gefordert werden. So entsteht die Idee, ein Buchhalter-Netzwerk zu betreuen.

Das Netzwerk wächst
Selbstständige Buchhalter arbeiten oft als „Einzelkämpfer“. Ihnen bietet der Zusammenhalt des Netzwerks große Vorteile: Vertretungsmöglichkeiten, Austausch und schneller Zugriff auf aktuelle Informationen wie beispielsweise Gesetzesänderungen und eine „Kollegenschaft“, die dem Einzelnen den Rücken stärken kann.

Durch die Zugehörigkeit zu dem Netzwerk können sich die Partnerbetriebe voll und ganz auf ihre Kernkompetenz konzentrieren.

Die Spezialisierung der einzelnen Partner wird gefördert, da sie auch auf das Wissen und Können der anderen Netzwerkmitglieder zurückgreifen können – sozusagen als hervorragender Einzelspieler in einem erfolgreichen Team. Durch den Synergieeffekt der Kooperation kann der Einzelne als Dienstleister und Berater weit mehr Leistung an bieten, als dies ohne die Unterstützung des Netzwerks der Fall wäre.

Bald stoßen auch Spezialisten anderer Bereiche, wie beispielsweise Controller, Unternehmens- oder Rechtsberater zu dem Netzwerk. Die anfänglichen Dienstleistungen im Bereich der Buchhaltung mischen sich immer mehr mit Tätigkeiten der Büroorganisation und aufgrund des hohen fachlichen Niveaus der Partner wird das Angebot bald um Beratungstätigkeiten erweitert. Da ULTIMO eine starke Nachfrage nach qualifizierter Beratung feststellt und der Bereich sich als ausgesprochen profitabel erweist, werden die Beratungsleistungen immer weiter ausgebaut. Ob Kosten- oder Krisenmanagement, Beratung von Existenzgründern oder Unterstützung und Verbesserung von Prozessen im IT-Bereich – die Spezialisten von ULTIMO stehen ihren Kunden in jeder Lage beratend zur Seite.

Mit dem Ausbau der Leistungen verschiebt sich auch die Schwerpunkttätigkeit der Zentrale: Stand anfangs noch die Betreuung eigener Mandanten und Kunden im Vordergrund, verlegt sich der Fokus der Zentrale immer weiter in die Richtung Netzwerkorganisation sowie Unterstützung bzw. Beratung der Partner. Seit Mitte 2004 ist das Netzwerk auch in Österreich und in der Schweiz vertreten. Geplant war diese Expansion nicht – das Unternehmen kam nach eigener Aussage dazu „wie die Jungfrau zum Kinde“. In beiden Fällen gab es je einen Grenzgänger aus dem jeweiligen Land, der auch in Deutschland tätig war und das Netzwerk gerne in sein Land ausweiten wollte. Mit dem landesspezifischen Wissen des Netzwerkpartners wird der Markt in den Nachbarländern betreut.

Aus zwei mach eins
Das Jahr 2004 markiert einen besonderen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte: Aus der Geschäftsbeziehung zweier Netzwerke wird ein Unternehmen - ULTIMO/q2b. Im Jahr zuvor war das Netzwerk quality to business agenturen für marketing+consulting gegründet worden – ein kreatives überregionales Netzwerk für Werbung, Design und Marketing, das hohe Qualität mit transparenter Preisgestaltung verbindet. Auch hier tritt der einzelne Netzwerkpartner nicht als Allroundtalent auf, sondern sorgt dafür, dass die einzelnen Aufgaben von kompetenten Spezialisten vor Ort ausgeführt werden.

Einer der Kunden des jungen Netzwerks heißt ULTIMO. Beiden Seiten wird im Verlauf der ausgesprochen guten geschäftlichen Zusammenarbeit schnell klar, dass man auf einer Wellenlänge schwimmt: Die Tatsache, dass beide Unternehmen ein kundenorientiertes, interdisziplinäres Netzwerkkonzept entwickelt haben, das die größtmögliche Freiheit der Partner gewährleistet, legt einen Zusammenschluss der beiden nahe und schon bald wird ein gemeinsames Lizenzkonzept ausgearbeitet. Das untypische Franchisesystem ULTIMO wird somit noch ein wenig untypischer: Gleichberechtigt mit der Marke ULTIMO, die nach wie vor Dienstleistungen im Bereich Büroorganisation/ Beratung anbietet, wird q2b (quality to business) als zweite Marke positioniert. q2b deckt mit seiner Spezialisierung die „kreativen“ Marktfelder Werbung und Marketing ab. Für die q2b-Partner gelten die gleichen Bedingungen wie für die ULTIMO-Netzwerker: keine Einstiegsgebühren, keine Beteiligung der Netzwerkzentrale an den Partnerumsätzen, Einzelschulung statt Gruppenveranstaltungen. Franchise für Kreative? Das scheint kaum machbar zu sein – zu sehr brauchen Kreative ihren Freiraum. Franchise light für Kreative? Kein Problem, wie ULTIMO/q2b  beweist. 2008 wird die separate Vermarktung beider Marken größtenteils aufgegeben und der Franchisevertrag vereinheitlicht, seit 2009 besteht ULTIMO/q2b als GmbH mit zwei Marken.

Das „untypische“ Franchisesystem behauptet sich erfolgreich: Seit 2006 befindet sich ULTIMO/q2b kontinuierlich unter den besten 100 Franchisesystemen des impulse-Rankings.

Aufgrund seiner hohen Qualitätsorientierung ist das Netzwerk seit dem Jahr 2010 nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Aber was für ULTIMO/q2b mehr zählt, als alle Auszeichnungen, sind die Menschen hinter dem System. Da das Netzwerk auf Vertrauen basiert, legt die Zentrale großen Wert auf die Entwicklung ihrer Mitarbeiter in den eigenen Reihen und fungiert daher bereits seit 2000 als Ausbildungsbetrieb.

Aber auch die Förderung von Existenzgründern – nicht nur aus der eigenen Branche – liegt ULTIMO/q2b am Herzen, wie das Gründernacht-Konzept zeigt, das das Unternehmen seit dem vergangenen Jahr regelmäßig anbietet. Im Rahmen dieser praxisnahen und intensiven Veranstaltungsreihe erhalten potenzielle Existenzgründer neben breitem Raum für Austausch und Begegnung viele wertvolle Tipps sowie qualifizierte Beratung. Denn: „Wo es an Beratung fehlt, da scheitern die Pläne; wo viele Ratgeber sind, gibt es Erfolg.“ Ein biblischer Grundsatz, der zum Erfolg führt und den sämtliche Partner von ULTIMO/q2b leben.

Quelle: franchiseERFOLGE 6 · Dez. 2011/Jan. 2012

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