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Interview mit Detlef Kutta über den Gründerservice des franchise-net

Das kostenlose Gründerportal franchise-net gibt es seit nunmehr 11 Jahren. Auch in Zukunft bleiben die unterschiedlichen Service-Angebote der Bochumer für Existenzgründer kostenlos. Bei der wachsenden Anzahl an Angeboten für Gründer ist für Geschäftsführer Detlef Kutta die Qualität und Objektivität der Informationen wichtiger denn je. Kutta arbeitet mit namhaften Franchise-Experten zusammen und ist Jury-Mitglied beim Deutschen Franchise-Geber Preis.

Frage: Themen wie Existenzgründung und Franchising erfahren zunehmend Aufmerksamkeit in Politik und Medien. Gründerberatungsstellen und Franchise-Messen schießen wie Pilze aus dem Boden. Auf was sollten Gründer achten, wenn sie sich umfassendinformieren wollen?

Detlef Kutta: Wer sich beraten lässt, muss die richtigen Fragen stellen. Der Gründer sollte also auch schon vor der Beratung wissen, in welche Richtung es gehen könnte bei seinen Plänen, und auch, welche Alternativen er sich vorstellen kann. Sonst ist die Gefahr groß, dass man blauäugig alles dem Berater lässt oder am Schluss wichtige Informationen fehlen. Gründer sollten sich bei der Beratung auch über die, die beraten, informieren. Welche Erfahrung bringt der Berater mit, welche Kompetenzen, welche Kontakte? Und ganz wichtig: Welche Ziele verfolgt er.

Beratung für die Gründer ist meist kostenlos und darf nicht einseitig sein. Man sollte hellhörig werden, wenn die Beratung in eine bestimmte Richtung geht und wenig Raum für Alternativen oder eigene Vorstellungen bietet. Eine gute Beratung ist für den Gründer immer transparent. Ausführliche Informationen über Geschäftsidee- und Strategien, Bonität und Zukunftsaussichten, Vor- und Nachteile der verschiedenen Konzepte gehören selbstverständlich dazu. Auch sollte die Frage erörtert werden, was für den Gründer besser passt: Gründen mit oder ohne Franchise-System. Oder kommt vielleicht eine Unternehmensnachfolge in Frage?

Entscheidend ist darüber hinaus, in welcher Branche — ob Gastronomie, IT, Handel, Autos oder Mode — sich der Gründer zuhause fühlt. Das Geschäftsfeld muss schließlich auch zu der Persönlichkeit des Gründers und zu seiner Berufserfahrung passen. Dabei muss man nicht unbedingt Handwerker sein, um einen Baumarkt zu leiten. Stattdessen aber Interesse für das Produkt bzw. den Markt mitbringen. Und: der Markt besteht nicht nur aus Zahlen, sondern vor allem aus Menschen, die spezielle Kauf- und Verkaufsinteressen haben. Auf diese muss man sich als Unternehmer einstellen können.

Frage: Welche Philosophie steht hinter dem Gründerportal franchise-net?

Detlef Kutta: An vorderster Front steht Information, Information und Information. Selbstständigkeit ist eine tolle Sache, die gefördert werden muss. Dennoch eignet sich nicht jeder. Hier gilt es, die Risiken und Hürden einer Selbstständigkeit zu erörtern: Steht die Familie des angehenden Unternehmers hinter den Plänen? Ist genügend kaufmännisches Wissen vorhanden? Wie hoch ist das Sicherheitsbedürfnis? Wir klären auf über die verschiedenen Möglichkeiten von Gründern und bieten auf unseren Systemseiten sowie auf unserer Gründer-CD eine große Auswahl an Franchise-Unternehmen mit Angabe von Adressen und Ansprechpartnern, aber auch von Einstiegsbedingungen, sprich: Zahlen und Fakten.

Dabei sind wir unabhängig - wir nehmen keinerlei Einfluss auf die Auswahl unserer Besucher. Der Gründer soll und muss selbst entscheiden. Wir bieten ihm nur den Rahmen. Und Systeme, die mit unseriösem Geschäftsgebahren auffallen, fliegen bei uns raus. Das können wir uns leisten, weil wir nicht auf ein paar wenige Unternehmen beschränkt sind.

Frage: Welchen Mehrwert bietet das franchise-net seinen Besuchern?

Detlef Kutta: Hilfe bei der Auswahl von rund 900 Systemen allein in Deutschland, einen Überblick über die Franchise-Branche — nicht nur in Deutschland. Und das auf allen wichtigen Kommunikations-Ebenen: Online, als Printmagazin, über Videofiles auf franchise-net.tv und im persönlichen Gespräch auf Messen und Kongressen.

Mit der Internationalisierung des Portals haben wir auch Zugang zu sämtlichen Franchise-Märkten in Europa. franchise-net ist in 11 europäischen Ländern sowie in Argentinien online.

Nicht zuletzt arbeitet franchise-net mit den wichtigsten Institutionen der Franchise-Branche zusammen, wie dem Deutschen Franchise-Verband,aber auch mit Unternehmermagazinen wie impulse, franchiseERFOLGE, starting-up und dem Verlag für die Deutsche Wirtschaft.

Denn gerade bei der Fülle an Möglichkeiten — ob mit oder Franchising — zu gründen, ist Informieren erste Gründerpflicht! Wie im richtigen Leben gibt es auch in dieser Branche enorme Qualitätsunterschiede. Hier gilt es herauszufinden, wer nicht nur auf den ersten Blick besticht. Der Gründer sollte unbedingt auch hinter die Kulissen schauen. Dabei will unsere Kampagne helfen.

Frage: Sie waren selbst einmal Franchise-Nehmer, später Berater von Franchise-Systemen, jetzt führen Sie das europaweit größte Franchise-Portal. Was ist Ihr wichtigster Tipp für Franchise-Gründer?

Detlef Kutta: Hollywood-Filme enden da, wo das Paar sich gefunden hat. Doch in Wirklichkeit beginnt jetzt erst der spannende Teil. Denn es ist nicht nur wichtig, Partner zu werden, sondern auch kontinuierlichen Erfolg über viele Jahre zu haben. Hier geht das franchise-net mit seiner Aufklärungsarbeit weiter. Über den Einstieg zu einer Franchise-Partnerschaft hinaus halten wir die Gründer stets auf dem Laufenden über die Entwicklungen in der Franchisewirtschaft und Unternehmerbranche. Und obwohl oder gerade weil wir selbst die größten Fans des Franchise-Modells sind, steht Objektivität und Neutralität für uns stets im Vordergrund. Denn der Erfolg unserer Gründer ist auch unser Erfolg.