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Kaffee

Seit Anfang der achtziger Jahre entwickelt sich unsere Gesellschaft immer mehr zu einer mobilen Gesellschaft. Die Auswirkungen dieser Entwicklung bringen auch in der Versorgung der Menschen mit Essen und Trinken Veränderungen mit sich.

Durch die gesteigerte Mobilität haben sich die Ernährungs- und Verzehrgewohnheiten signifikant verändert, von zeitlich klar definierten Frühstücks-, Mittag- und Abendessenszeiten hin zu „food-on-the-move“ und „Coffee to go“. Dass diese Entwicklung keinen kurzen Trend darstellt, sondern mittlerweile fester Bestandteil fast jeder westlichen Volkswirtschaft ist, beweisen die Expansionsgeschwindigkeiten weltweit operierender Konzerne im Bereich der Systemgastronomie.

Die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen sind proportional zur Mobilität anspruchsvoller geworden. Das heißt für die Lebensmittelindustrie und Systemgastronomie, Food- und Beverage-Markenartikel zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar und erlebbar zu machen. Für die Kaffeeindustrie bietet die rasant gestiegene Nachfrage nach Kaffeespezialitäten neue Märkte mit hohem Potenzial. Bekannte Markenartikler haben sich bereits mit viel Erfolg etabliert. Diese Erfolgskonzepte sind jedoch nur teilweise anwendbar, da sie oft personalintensiv und somit nur an exponierten Standorten wirtschaftlich sind.Eine ideale Ergänzung stellen moderne Heißgetränke- und Snackautomaten dar, die Kaffeespezialitäten in Marken- und Spitzenqualität anbieten und zugleich eine Atmosphäre wie im Coffeeshop ausstrahlen und die Marke dadurch „greifbar“ machen. Diese Systeme sind mit geringem Personaleinsatz auch an weniger gut frequentierten Standorten profitabel zu bewirtschaften. Somit ermöglichen diese Coffeeshops ohne Personal eine wirtschaftlich darstellbare Versorgung an fast jedem Ort zu jeder Zeit. Zusätzlich zum reinen Kaffeegeschäft bietet sich die Werbeflächenvermarktung der Servicemodule an, was einen zusätzlichen Erlös für den Aufsteller ermöglicht.

Marktvolumen
Nach brancheninternen Schätzungen beläuft sich die Zahl der in Deutschland betriebenen Getränke- und Verpflegungsautomaten auf rund 215.000 Heißgetränke-, 178.000 Kaltgetränke-, 81.000 Snack- und Verpflegungs- und 3.000 Eiscremeautomaten. Diese Automaten erzielen einen Warenumsatz in einer Höhe von 1,8 Milliarden Euro pro Jahr.Der vorherrschende Wachstumstrend spiegelt sich auch im Segment der Snack- und Verpflegungsautomaten wider. So nahm die Anzahl der Automaten dieses Typs seit Beginn des Jahres 2005 um rund 10.000 auf insgesamt circa 91.000 zu. Sie erwirtschafteten einen Umsatz von circa 309 Millionen Euro.Die Versorgungsdichte liegt in Deutschland derzeit bei einem Automaten pro 170 Einwohner. Der Verzehr am Arbeitsplatz („Food at Work“) verzeichnete ein Jahresplus von 6,4 Prozent und erreichte jetzt einen Umsatz von 433 Millionen Euro pro Jahr. Bei circa 250 Werktagen entspricht dies einer Kundenanzahl von circa 1,7 Millionen und einem Durchschnittumsatz von 1,68 Euro je Werktag.In Europa beläuft sich der Umsatz bereits auf rund 27 Milliarden Euro bei einer Automatenanzahl von ungefähr 3,5 Millionen. Die Versorgungsdichte in Europa liegt bei einem Automaten für 127 Einwohner. Einer der größten Automatenmärkte befindet sich in den USA. Mit mehr als 13 Millionen aufgestellten Automaten wird hier ein Umsatz von circa 35 Milliarden USDollar erwirtschaftet. Auch die Anzahl der Automaten pro Kopf ist mit 1:40 dreimal höher als in Europa.Übertroffen wird diese Versorgungsdichte nur noch in Japan. Hier liegt die Verhältnis Automat pro Einwohner bei 1:20, wobei die 4,3 Millionen aufgestellten Automaten einen Umsatz von rund 22 Milliarden Euro erbringen.

Marktbesonderheiten
Der Branchenverband bezeichnet den Verkauf von Waren des täglichen Bedarfs, insbesondere von Lebensmitteln, durch Automaten mit dem englischsprachigen Begriff „Vending“. Mitglieder der Vending-Branche sind beispielsweise
  • die circa 800 meist mittelständischen Unternehmen, die Getränke- und Verpflegungsautomaten auf eigene Rechnung betreiben („Operator“ genannt),
  • die Hersteller von Getränke- und Verpflegungsautomaten,
  • die Unternehmen der Ernährungsindustrie, die automatengeeignete Lebensmittel herstellen,
  • die Hersteller und Lieferanten von Zubehör sowie
  • die Fachverlage und Beratungsunternehmen.

Vending besitzt die Flexibilität, auf neue Trends zu reagieren. So kann beispielsweise der Wunsch nach einem breiten Sortiment an Kaffeespezialitäten wie Espresso, Cappuccino oder Caffè Latte durch Automaten bedient werden. Der Vending-Markt zeichnet sich durch ein starkes Wachstum und hohe Handelsspannen aus.Die von den Automaten ausgegebenen Produkte können

  • im Gerät produziert werden (Kaffeespezialitäten, Tee, Suppen, Erfrischungsgetränke, Eiscreme),
  • vorgefertigt in den Geräten eingelagert werden wie im Falle von Erfrischungsgetränken in Dosen, Flaschen oder Kartonverpackung oder bei süßen und herzhaften Snacks, Eiscreme und belegten Brötchen oder
  • im Gerät eingelagert und in einer Mikrowelle vom Kunden selbst erhitzt werden (Beispiele: Snacks, Schnellgerichte).

Für die Betreiber stehen grundsätzlich die Erzielung hoher Spannen und die Chance auf Impulskäufe im Vordergrund. Aus Kundensicht entstehen Vorteile durch die Verfügbarkeit der Automaten außerhalb der Ladenöffnungszeiten und eventueller Sperrstunden in der Gastronomie.

Die aktuelle Wettbewerbs- und Konkurrenzsituation
Nach Verbandsaussagen wächst der Markt für Verkaufsautomaten stetig weiter. Speziell der Absatz von Kombigeräten für Snacks und Getränke (sogenannte Table-Top-Geräte) boomt.Brancheninternen Expertenschätzungen zufolge ist die Anzahl dieser Geräte in den vergangenen fünf Jahren auf etwa 142.000 gestiegen. Diese immensen Zuwachsraten werden derzeit nur noch von den mittlerweile 91.000 Kombigeräten übertroffen. Der Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft e.V. (BDV) beurteilt die weitere Entwicklung der Vending-Branche sehr positiv, zumal die große Vielfalt an Getränke- und Verpflegungsautomaten den zunehmend differenzierten Wünschen der Kunden entspricht, moderne Automaten einen hohen Grad an Zuverlässigkeit besitzen und der Verkauf von Getränken und Snacks stark wächst.


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